Immer bei den Fakten bleiben – Zahlen, Daten und Fakten zum Reinhardswald

Die bundesweit bekannte Rechercheplattform Correctiv hat sich der Thematik Windkraft im Reinhardswald angenommen. Dabei sind die Zahlen der zu fällenden Bäume und der dann versiegelten Fläche, die jüngst in Umlauf gebracht wurden, genauer angesehen und auf ihre Validität hin überprüft worden. Der Landtagsabgeordnete Sascha Meier (Grüne) meint dazu: „Die Stimmung in der Region ist in Bezug auf dieses Thema aufgeheizt. Daher begrüße ich es, dass eine unabhängige Überprüfung, der in den Raum gestellten Zahlen erfolgte.“

In dem Beitrag wird deutlich, dass die Windräder auf rund 0,1 % der Fläche des über 20.000ha umfassenden Waldes errichtet werden sollen. Der Urwald Sababurg ist davon nicht nur nicht betroffen, sondern die Windkraftanlagen entstehen in einem erheblichen Abstand dazu, macht Meier in seiner Stellungnahme deutlich.

„Überparteilich wurde sich darauf geeinigt, zwei Prozent der hessischen Landesfläche für Windenergie bereitzustellen. Und das eben dort, wo der Wind weht.“ Womit der Breunaer den hessischen Energiegipfel von 2013 anspricht, auf dem sich CDU, SPD, Grüne und FDP auf dieses Ziel geeinigt haben.

Das für solche Vorhaben Bäume gefällt und Flächen versiegelt werden, stellt Sascha Meier nicht in Abrede. Dabei betont er aber, dass der als Märchenwald bezeichnete Reinhardswald immer ein Wirtschaftswald war und es bis heute ist. „Das ganze Jahr über finden dort Fällungen statt. Und die meisten Bäume, die den Windrädern weichen sollen, würden über kurz oder lang gefällt werden, um daraus beispielsweise Bauholz zu machen. Auch die Dürren der letzten Sommer oder der Borkenkäfer haben viele Waldstücke, die für Zuwegungen und Schneisen genutzt werden sollen, absterben lassen, sodass durch den Ausgleich der Rodungsflächen an einer anderen Stelle sogar klimaangepasster Mischwald statt Monokulturen – wie vorher – entstehen kann.  Ich bin bereit, jederzeit über das Thema zu reden. Aber bitte auf Grundlage von Fakten und nicht irgendwelcher Zahlen, die in den Raum geworfen werden.“