Bei über 30 Grad hat der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen Landtag, Mathias Wagner, am Montag, 3. August, seine Sommerradtour entlang des hessischen Radfernwegs R4 in Bad Karlshafen begonnen. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Sascha Meier aus dem Landkreis Kassel, Susanne Regier, Mitglied des Kreisausschusses, sowie Thomas Ackermann, Umweltdezernent des Landkreises, besuchte er an diesem Tag mehrere Stationen in Nordhessen.
Erster Halt war das Rathaus der Denkmalstadt Bad Karlshafen. Dort ging es im Gespräch mit Bürgermeister Marcus Dittrich um Hochwasser, energetische Maßnahmen in einer Denkmalstadt und die angespannte finanzielle Lage der Kommunen. Anschließend führte die Tour über den R4-Radweg nach Wülmersen zum Holzape-Viadukt. Vor Ort tauschte sich Wagner mit dem Leiter des Forstamtes Reinhardshagen, Holger Pflüger-Grone sowie Vertreterinnen und Vertretern der Heimatvereine aus Bad Karlshafen, Trendelburg, Helmarshausen, Stammen und Deisel aus.
Sascha Meier betonte, dass der Beginn der Sicherungsarbeiten auch ein Erfolg des politischen Drucks aus der Region sei: „Ohne den beharrlichen Einsatz vor Ort, ohne Proteste, Gespräche und ohne die Kleine Anfrage an die Landesregierung wäre beim Holzape-Viadukt so schnell nichts passiert.“ Zugleich sei klar, dass die Sicherung nur der erste Schritt sei und die offenen Finanzierungsfragen noch nicht vollständig geklärt seien.
Letzte Station des Tages war das Quartier am Markt in Hofgeismar. Dort informierte sich Wagner gemeinsam mit Bürgermeister Torben Busse über die Quartiers- und Gemeinwesenarbeit vor Ort. Das Projekt leistet mit viel ehrenamtlichem Engagement einen wichtigen Beitrag für das soziale Miteinander in Hofgeismar. Nach Angaben des Quartiers soll ab Januar 2027 eine neue Förderrichtlinie des Landes Hessen die Arbeit für weitere fünf bis sieben Jahre absichern. Dafür sind jedoch 25 Prozent Eigenmittel erforderlich, weshalb das Projekt auch auf Spenden angewiesen ist. In den kommenden Wochen soll dazu eine Crowdfunding-Kampagne starten.
Mathias Wagner erklärte abschließend: „Gerade an solchen Orten zeigt sich, wie wichtig soziale Infrastruktur, Ehrenamt und kommunale Unterstützung für den Zusammenhalt vor Ort sind.“