„Der neue Bertelsmann-Bericht bestätigt, was sich seit Jahren abzeichnet: Kassel-Calden ist dauerhaft auf erhebliche Zuschüsse aus öffentlichen Kassen angewiesen“, sagt der Landtagsabgeordnete Sascha Meier aus dem Landkreis Kassel.
Fast 15 Millionen Euro für weniger als 83.000 Passagiere (Im Jahr 2024) seien angesichts der angespannten Haushaltslage nicht länger zu rechtfertigen. „Jeder einzelne abgefertigte Passagier kostet die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler rechnerisch 179,08 Euro, tendenz steigend. Das ist kein tragfähiges Geschäftsmodell, sondern eine dauerhafte Subventionierung.“
Meier fordert: „Wir brauchen jetzt eine unabhängige und ideologiefreie Wirtschaftlichkeitsprüfung des Flughafens. Dabei darf es keine Denkverbote geben. Die Landesregierung muss offenlegen, welche Kosten dauerhaft auf Land, Kommunen und Bürger zukommen und welche realistischen Zukunftsperspektiven Kassel-Calden besitzt.”
„Es kann nicht sein, dass Bund, Land und Kommunen immer neue Millionenbeträge in einen strukturell defizitären Flughafen stecken, ohne dass ein belastbarer Plan zur Verringerung des Zuschussbedarfs vorliegt“, kritisiert Meier. „Dieses Geld fehlt an anderer Stellen etwa bei Schulen, beim öffentlichen Nahverkehr oder bei der Sanierung unserer Infrastruktur.“
Der Abgeordnete regt an, auch eine Umwandlung in einen Verkehrslandeplatz zu prüfen. „Eine Umwandlung könnte wichtige Luftfahrtfunktionen und Wertschöpfung in der Region erhalten und zugleich die laufenden Kosten deutlich senken. Voraussetzung ist aber eine transparente Prüfung anhand objektiver Kriterien.“
Abschließend mahnt Meier: „Kassel-Calden steht exemplarisch für eine verfehlte Subventionspolitik. Die Landesregierung ist es den Menschen in Hessen schuldig, diese Frage endlich ergebnisoffen zu beantworten.“